Über die Gemeinde

Das Gemeindegebiet Aschbach-Markt liegt in einer Seehöhe von 309 m, ca. 10 km von der Bezirkshauptstadt Amstetten entfernt. Auf einer Fläche von 37,2 km² leben - laut Statistik vom 31. Jänner 2017 - 4.108 Einwohner (davon 3.783 mit Hauptwohnsitz). Aschbach besteht aus 6 Katastralgemeinden: Aschbach-Markt, Aschbach Dorf, Abetzberg, Oberaschbach, Mitterhausleiten und Krenstetten.

In unserem Gemeindegebiet befinden sich drei Kindergärten (mit insgesamt 8 Gruppen), eine Volks- und Mittelschule, sowie eine Musikschule und zwei Pfarrkirchen. Auch für die Freizeitgestaltung wird einiges geboten: Wander- und Radwege, ein Schwimmbad, eine Sportanlage (Tennisplätze, Fußballplatz,...) als auch die Möglichkeit zu Fischen. Sehenswert sind vor allem die Wellness-Wanderwege Url-Auen. Weiters geben 39 Vereine einem die Möglichkeit zum geselligen Zusammensein.


Ortsgeschichte

Aschbach ist Urpfarre und die älteste Marktgemeinde im Bezirk Amstetten. Zum ersten Mal scheint der Name Aschbach im Jahr 823 als "asbahe" auf. Unter Herzog Leopold VI., der in Österreich von 1198 bis 1230 regierte, erlebte Aschbach seine kulturelle und wirtschaftliche Hochblüte. Aschbach verlor zwar zusehends an Bedeutung, blieb aber doch ein wichtiger Markt im Mostviertel. Der Dreißigjährige Krieg und die Pest laugten den Markt aus, wiederholt brannte er nieder. Zur Türkenzeit wurde Aschbach oftmals geplündert. Auch Napoleons Truppen verschonten ihn nicht. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges waren in jedem Haus russische Soldaten einquartiert: - Unser Markt wurde also immer wieder heimgesucht. Trotzdem packten die Aschbacher mit beiden Händen zu. Man baute auf, verschönerte, schuf Neues. Das Kulturleben wird unter Patronanz des Kulturreferates von rund 30 aktiven Vereinen geprägt: Kurse, Konzerte, Theater, Vorträge, Unterhaltung werden das ganze Jahr durch angeboten. Wie in den meisten Orten Österreichs sind auch die Kirchen in der Gemeinde Aschbach Zentren des religiösen und gesellschaftlichen Lebens. Die spätgotische Pfarrkirche Aschbach ist durchwegs neugotisch eingerichtet: Eine Marienstatue, ein zwölfeckiges Marmor-Taufbecken, das Emporengitter und der barocke Orgelprospekt sind Relikte früherer Kunstepochen. Der Osterruf "Christus das Licht" überkommt wohl den stillen Betrachter des jüngst renovierten Gotteshauses.

Ein besonders erwähnenswertes sakrales Bauwerk stellt die Wallfahrtskirche "Maria am Anger" in Krenstetten in ihrer Gesamtheit dar. Ritter Urban der Gänsel legte wohl den Grundstein zu diesem imposanten Kirchenbau, als er um 1450 eine Kapelle (heutiges Südschiff) an die damals bestehende Kirche erbauen ließ, zu der später ein Flügelaltar (Gänsel-Altar) gestiftet wurde. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde die Hallenkirche, so wie sie heute zu sehen ist, errichtet. Das dekorative Rippenwerk der Decke, die hochragenden Pfeiler und das stets abgewandelte Maßwerk der Fenster stellen ein einmaliges harmonisches Bauwerk der Spätgotik dar. Hochaltar und Seitenaltäre sind neugotisch. Einzelne Kunstwerke sind eine gotische Pieta aus Kalkstein und ein Schmerzensmann aus Holz. Der spätgotische "Gänsel-Altar", ein Flügelaltar, der dem hl. Stephanus geweiht ist, ist ein Unikat in der Umgebung. Ein herausragendes Kunstwerk ist die Spätrenaissance-Kanzel, getragen von einer Engelsfigur. Aufgang und Kanzelbrüstung sind mit Statuen der Evangelisten, Kirchenväter und Propheten, der Schalldeckel mit der Statue Jesu Christi reich verziert. Seit 1500 pilgern Wallfahrer zur Gottesmutter nach Krenstetten - seit den Fünfzigerjahren von Mai bis Oktober jeden 13. zur Fatimafeier.

Statistische Daten


Seehöhe: 309 m

Einwohner: 4.108

Hauptwohnsitz: 3783

Nebenwohnsitz: 325

Fläche: 37,2 km²

Politischer Bezirk: Amstetten

Gerichtsbezirk: Amstetten

Katastralgemeinden: Aschbach Markt (2,8 km²), Aschbach Dorf (3,7 km²), Abetzberg (6,5 km²), Oberaschbach (8,2 km²), Mitterhausleiten (9,7 km²), Krenstetten (6,3 km²)

Politische Zusammensetzung: ÖVP: 12 WIR: 07 SPÖ: 02 FPÖ: 02